HEINE - Preis

HEINE - Preis

Über die Verleihung des HEINE-Preises der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V.

Der von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. gestiftete Preis sollte sowohl der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen, als auch eine Motivation zur wissenschaftlichen Betätigung und eine Auszeichnung für besondere Leistungen darstellen. Er wurde von 1955 bis 2009 verliehen.

Der Preis wurde alle zwei Jahre (früher jährlich) verliehen und der besten wissenschaftlichen Arbeit aus klinischer oder experimenteller Forschung zuerkannt. Er war mit einer Geldprämie von EUR 5.000,00 ausgestattet und wurde anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. überreicht.

Die Arbeit konnte in den dem Jahre der Einreichung vorangegangenen zwei Kalenderjahren in einer anerkannten deutschen oder fremdsprachigen Zeitschrift oder als selbständige Veröffentlichung in Buchform erscheinen oder in der gleichen Zeit in einem Manuskript druckreif niedergelegt sein.

Die Arbeit war in fünffacher Ausfertigung der Bewerbung beizulegen. Eine bereits mit einem anderen Preis ausgezeichnete Arbeit durfte nicht eingereicht werden. Wurde die Arbeit bereits zu einer anderen Bewerbung eingereicht ohne ausgezeichnet worden zu sein, so war dies vom Einsender mit genauen Angaben zu vermerken.

Die Bewerbung mit der wissenschaftlichen Arbeit war bis zu einem festgesetzten Zeitpunkt an den Vorsitzenden der HEINE-Preis-Kommission einzureichen, der die Arbeit den Mitgliedern der Preiskommission zustellte.

Die Preiskommission setzte sich aus 5 Mitgliedern zusammen. Ein Mitglied der Kommission wurde als federführendes Mitglied der Kommission bestimmt. Lag eine Bewerbung aus einer Klinik oder Abteilung eines Kommissionsmitgliedes vor, so schied das entsprechende Kommissionsmitglied aus der Kommission aus und konnte durch ein anderes Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. ersetzt werden.

Die Kommission prüfte die Arbeit nach folgenden Kriterien:

a) Originalität der Arbeit,
b) Methodik, Klarheit der Darstellung und Ziel der Arbeit,
c) Wissenschaftlicher Wert der Arbeit,
d) Berücksichtigung der einschlägigen deutschen und internationalen Literatur.

Für die Kriterien a) bis d) wurde eine Benotung von 1 bis 4 gewählt, wobei 1 „sehr gut", 2 „gut", 3 „befriedigend" und 4 „ungenügend" bedeuteten. Die Addition der Mittelwerte der von den fünf Gutachtern der Kommission gegebenen Zensuren ergab eine Zahl, aus der die Rangfolge der bewerteten Arbeiten hervorgehen sollte. Der Bewerber mit der niedrigsten Punktzahl wurde Preisträger. Bei Punktgleichheit wurde der Preis geteilt.

Über die Verleihung des Preises entschied der Vorstand der DGOOC mit einfacher Mehrheit. Der Rechtsweg war ausgeschlossen. Die Verleihung erfolgte anlässlich der Jahrestagung durch den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V.  Ein Exemplar der preisgekrönten Arbeit blieb im Archiv der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V.

HEINE - Preis
1955 Prof. Dr. med. Franz SCHEDE (†1976)
Orthopädische Konstruktionen
Stenum 1.000,- DM
1957 PD Dr. med. Maurice E. MÜLLER
Die hüftnahen Femurosteotomien
Zumikon/CH  
1959 nicht verliehen    
1960 Dr. med. Otto BOOS (†1981)
Die Versorgung von Ohnhändern
Tübingen 3.000,- DM
1962 PD Dr. med. Erwin HIPP
Die Gefäße des Hüftkopfes - Anatomie, Angiographie und Klinik
München  
  PD Dr. med. Friedrich-Wilhelm RATHKE
Die juvenilen Rückgratverkrümmungen
Heidelberg  
1964 Prof. Dr. med. Heinz MITTELMEIER
Experimentelle Untersuchungen zur Pathologie und Verhütung der posttraumatischen Sehnenverwachsungen
Homburg/Saar  
  Dr. med. SCHLÜTER (†1965)
Beitrag zur Deutung von Form und Struktur des normalen und des pathologisch veränderten Knorpels
Frankfurt a. M.  
1966 Dr. med. Eberhard KNÖFLER
Die biomechanische Induktion bei der Knochenbruchheilung
Leipzig  
  Dr. med. Paul OTTE (†2015)
Über das Wachstum des Gelenkknorpels
Hamburg  
1968 Dr. med. Joachim EICHLER
Klinische, physikalisch-chemische und morphologische Untersuchungen zur Inaktivitätsatrophie des Skeletts im Wachstumsalter
Gießen 5.000,- DM
1972 PD Dr. med. Jochen OHNSORGE
Elektronenoptische Untersuchungen von Implantaten mit dem Rasterelektronenmikroskop
Aachen  
1974 Dr. med. Vaclav VOJTA (†2000)
Die cerebralen Bewegungsstörungen im Säuglingsalter
Köln  
1976 nicht verliehen    
1978 Dr. med. Wolfram THOMAS
Autologe und homologe Chondrocytentransplantationen zur Eröffnung teilverblockter Epiphysenplatten
Lübeck  
  PD Dr. med. habil, Dr. Ing. Michael UNGETHÜM
Technologische und biomechanische Aspekte der Hüft- und Kniealloarthroplastik
Rietheim  
1980 PD Dr. med. Ulrich WEBER
Kohlenstoffe als Implantatwerkstoffe in der Hüftgelenksendoprothetik
Gießen  
  PD Dr. med. Jan ZILKENS
Spurenelementanalysen von Geweben nach Implantation metallischer Kraftträger mit Hilfe der Neutronenaktivierungsanalyse
Aachen -
1982 Dr. med. Wolfgang NOACK
Tierexperimentelle und in-vitro-Untersuchungen über die Heilung unterschiedlich tiefer Knorpeldefekte, in Abhängigkeit vom Alter und unter dem Einfluß von Glukosaminoglykanen
Berlin  
1984 PD Dr. med. Franz LÖER
Belastungen des Implantatlagers durch Abrieb- und Korrosionsprodukte zementfixierter Hüfttotalendoprothesen aus Kobalt-Basislegierungen
Aachen  
1986 Dr. med. Bernd-Dietrich KATTHAGEN
Knochenregeneration mit verschiedenen Knochen-ersatzmaterialien im Tierexperiment
Homburg/Saar

 
1988 PD Dr. med. Martin SPARMANN
Die Bedeutung des sog. Leitschieneneffektes für die Regeneration peripherer Nerven über Defektstrecken
Berlin  
  Prof. Dr. med. Fritz HEFTI
Regeneration des vorderen Kreuzbandes. Eine experimentelle Untersuchung
Basel/CH  
1990 PD Dr. med. Abdul Kader MARTINI
Das Amputationsneurom
Heidelberg  
1991 PD Dr. med. Günter SCHWETLICK
Hüftkopfnekrose und gefäßgestielter Beckenspan - Studie zu Angiographie und Vaskularisation
Berlin  
1993 Dr. med. Martin LUKOSCHEK
Synovialmembran und Knorpelveränderungen im Arthrosemodell - Das chirurgisch induzierte Instabilitätsmodell
Heidelberg  
1995 Dr. med. Berhard-Otto-Lorenz GREITEMANN
Asymmetrie der Haltung und der Rumpfmuskulatur nach einseitiger Armamputation und deren Auswirkung auf die Statik
Münster 10.000,- DM
1997 PD Dr. med. Rüdiger KRAUSPE
Elektrophysiologische und morphologische Untersuchungen zur Innervation des Kniebandapparates
Würzburg  
1999 PD Dr. med. Heiko REICHEL
Der diaphysäre Knochen nach Kallusdistraktion
Halle  
2001 PD Dr. med. Wolfram MITTELMEIER
Biomechanische Untersuchungen zur Primärinstabilität der intramedullären Kompressionosteosynthese am Femur
München  
2003 PD Dr. med. Ulrich SCHNEIDER
Entwicklung neuer biotechnologischer Verfahren zur Behandlung von Gelenkknorpelläsionen
Aachen  
2005 PD Dr. med. Renée Andrea FUHRMANN
Untersuchung mikrostruktureller und molekularer Veränderung nach operativen Eingriffen an der Supraspinatussehne - eine tierexperimentelle Studie
Eisenberg 2.500,- €
  PD Dr. med. Michael THOMAS
Quantitative Bestimmung der dreidimensionalen glenohumeralen Translation bei Patienten mit vorderer Schulterinstabilität: Untersuchungen bei schultergesunden Personen und bei Patienten vor und nach operativer Stabilisierung einschließlich Scorebewertung
Leipzig 2.500,- €
2007 PD Dr. med. Henning MADRY
"Gentransfer von humanem insulinartigen Wachstumsfaktor I (IGF-I) verbessert die Knorpelreparatur in vivo"
Homburg 5.000,- €
2009 PD Dr. med. Marcus Jäger
Präklinische Untersuchungen von Möglichkeiten und Grenzen einer Stammzelltherapie zur Behandlung ossärer Defekte
Düsseldorf 5.000,- €
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