Geschäftsstelle der DGOOC
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Grußwort des Präsidenten der DGOOC 2013
Sehr geehrte liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder unserer Gesellschaft,
es ist mir eine ganz besondere Freude und Ehre, dass ich ein Jahr lang die Belange unserer traditionsreichen Gesellschaft in der Funktion als Präsident für Sie vertreten darf.
Das junge gemeinsame Fach Orthopädie und Unfallchirurgie ist in der Systematik der Bundesärztekammer ein chirurgisches. Dennoch ist die nicht-operative konservative Therapie fester und nicht weg zu diskutierender Bestandteil.
In der Orthopädie sind konservative Inhalte fest verwurzelt und dies sollte auch in der neuen Fachgesellschaft gelebte Tradition werden. Nur dadurch wird uns die umfassende und ganzheitliche Behandlung von Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der Bewegungsorgane und deren Folgen möglich. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie soll schließlich mehr sein als ein Mechaniker in einem zunehmend ökonomisch determinierten Reparaturbetrieb. In unserem Fach haben wir zur Behandlung der uns anvertrauten Patienten von der Prävention über die Akuttherapie bis hin zur Rehabilitation sowohl konservative als auch operative Verfahren im ambulanten und stationären Sektor in einem Gebiet vereint.
Die Entwicklung einer neuen Weiterbildungsordnung nimmt schneller als gedacht Fahrt auf und zählt sicherlich zu den größten Herausforderungen des nächsten Jahres. Das gemeinsame Fach hat eine unglaubliche Breite und es gilt im Hinblick auf die Versorgungsrealität und -notwendigkeit den notwendigen erforderlichen gemeinsamen Nenner für die Weiterbildungsinhalte zu finden und eine frühzeitige Spezialisierung zu ermöglichen. Die von uns definierten Weiterbildungsmöglichkeiten und -bedingungen haben nicht zuletzt auch Auswirkungen darauf, ob wir junge Kolleginnen und Kollegen für die Orthopädie und Unfallchirurgie gewinnen können.
Wir stehen vor einer bislang nicht gekannten demographischen Herausforderung, die unser Fach erheblich betrifft. Die Behandlung degenerativer und verschleißbedingter Erkrankungen des Bewegungssystems wird vor einem sich abzeichnenden Arbeitskräftemangel und einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung enorme Bedeutung gewinnen.
Nach dreijährigen intensiven Vorarbeiten geht das gemeinsam mit AE und dem BVOU entwickelte Zertifizierungssystem EndoCert für medizinische Einrichtungen im Bereich des Gelenkersatzes in diesem Jahr in den Echtbetrieb. Ein weiterer enormer Fortschritt im Sinne von Qualität und Transparenz unserer Arbeit ist die Einrichtung des Endoprothesenregisters Deutschland ERPD, das auch im Jahr 2013 in vollem Umfang zur Verfügung stehen wird.
Das gemeinsame Fach erfordert die Übertragung von Verantwortung und Aufgaben auf die gemeinsame Fachgesellschaft DGOU. Die Aufrechterhaltung von Doppel- und Dreifachstrukturen wird aus Gründen des Ressourcenverbrauchs und der Effizienz nicht sinnvoll sein und ist schon jetzt für die junge Generation neuer Fachärzte nicht mehr nachvollziehbar. Die anstehenden Aufgaben erfordern eine enge Zusammenarbeit und Kooperation der wissenschaftlichen Fachgesellschaften DGOOC und DGU zusammen mit den Vertretern des Berufsverbandes.
Zusammen mit Herrn Prof. Dr. Reinhard Hoffmann als Präsident der DGU und der DGOU und Herrn Prof. Dr. Karl-Dieter Heller als Kongresspräsident des BVOU werden wir den DKOU 2013 unter dem Motto „Menschen bewegen – Erfolge erleben" an einem neuen Ort, dem Messegelände Süd, für sie organisieren. Es ist unser Ziel, Ihnen einmal mehr ein interessantes und qualitativ hochwertiges Programm zu bieten. Wir laden Sie ganz herzlich ein, im Sinne unseres Mottos den Kongress zu besuchen, in dem wir mit Schwerpunkten die gesamte Breite für Niedergelassene, Kliniker und Forscher abbilden werden.
Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit für Sie zusammen mit dem Vorstand und insbesondere unserem Generalsekretär Herrn Prof. Niethard und meinen Co-Präsidenten, den Arbeitsgruppen, Sektionen und allen weiteren Gruppierungen in der Gesellschaft, sowie der DGOU, der DGU und dem BVOU in einem interessanten und spannenden Jahr.
Herzliche Grüße und beste Wünsche
Ihr Bernd Kladny
