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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Arbeitsgemeinschaft „Tumoren des Haltungs- und Bewegungsapparates" beschäftigt sich mit den gutartigen und bösartigen Veränderung des muskuloskeletalen Systems. Bösartige Knochen- und Weichteiltumore sind seltene Erkrankungen. Daher stellen Tumore des Haltungs- und Bewegungssystems insgesamt eines der schwierigsten Erkrankungsbilder sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht dar, so dass ein wenig erfahrener Arzt allein sie kaum von den wesentlich häufigeren gutartigen Tumoren sicher abgrenzen und behandeln kann. Das rechtzeitige Erkennen eines bösartigen Knochen- oder Weichteiltumors ist jedoch der erste und zu gleich wichtigste Schritt für einen erfolgreichen Behandlungserfolg.

Diagnostik:

Heutzutage stehen moderne diagnostische Mittel, wie z. B. das MRT, für die Diagnostik zur Verfügung. Für die sichere Diagnostik müssen sich aber die unterschiedlichen Verfahren aus Radiologie und Nuklearmedizin sinnvoll ergänzen. Die endgültige Diagnostik ist in vielen Fällen nur durch eine pathologisch-histologische Untersuchung möglich. Selbst bei der Biopsie gibt es bereits viele „Fallstricke" die beachtet werden sollten.
Die Behandlung aller bösartigen Erkrankungen des Bewegungssystems setzt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Orthopäden, Radiologen, Pathologen, Onkologen und Strahlentherapeuten zwingend voraus.

Therapie:

Dank multimodaler Behandlungsstrategien hat sich die Überlebenswahrscheinlichkeit für bösartige Knochen- und Weichteiltumore in den letzten 25 Jahren deutlich verbessert. Im interdisziplinären Team wird die individuelle Therapie, die aus unterschiedlichen Komponenten (Chemotherapie, chirurgische Therapie, Strahlen- und Radionuklidtherapie) besteht, festgelegt.

Bei den weitaus meisten diagnostizierten bösartigen Skelett-Läsionen handelt es sich um eine Metastase. Wurde früher die Metastasierung eines bösartigen Tumors in das Skelett als unheilbares Endstadium gesehen, muss man dies heute sehr viel differenzierter betrachten. Durch die neuen onkologischen Therapieansätze hat die Überlebenszeit der Karzinompatienten in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Unter Umständen kann durch eine vollständige Entfernung der Metastasen auch eine langfristige Tumorfreiheit oder Heilung erreicht werden.

Ziele:

Ziele der Arbeitsgemeinschaft „Tumoren des Haltungs- und Bewegungsapparates" ist es die Diagnostik und Therapie der bösartigen Veränderung des muskuloskeletalen Systems, aber auch der gutartigen zu verbessern. In der Arbeitsgemeinschaft werden Leitlininen, z. B. zur Therapie des Osteosarkoms erstellt. Aber auch Case Reports, wo besondere Fälle beschrieben werden, werden auf unserer Homepage veröffentlicht, die zur Weiterbildung dient. Ferner werden alle Veranstaltungen und aktuelle Meldung rund um Tumoren des Haltungs- und Bewegungsapparates" verkündet.

Die Arbeitsgemeinschaft lädt Interessierte zur Mitgliedschaft und zur aktiven Teilnahme zur Verbesserung der Patientenversorgung ein.

Ihre

Univ.-Prof. Dr. med. G. Gosheger                       Univ.-Prof. Dr. med. H. R. Dürr